LOVE THE UNLOVED

Stadttauben werden häufig mit Schmutz, Krankheit oder Überbevölkerung assoziiert. Diese Zuschreibungen sind weniger das Ergebnis individueller Erfahrung als vielmehr sozial erlernter Bilder. Die wissenschaftliche Psychologie zeigt, dass Wahrnehmung stark durch kollektive Narrative, Wiederholung und emotionale Konditionierung geprägt ist. Wir sehen, was wir zu sehen gelernt haben.
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In Mixed-Media-Arbeiten werden Stadttauben bewusst neu inszeniert: verletzlich, würdevoll, ästhetisch präsent. Durch Materialität, Überlagerung und Kontrast entsteht ein Perspektivwechsel, der gewohnte Bewertungsmuster irritiert und hinterfragt.
Die Ausstellung versteht sich als künstlerischer Beitrag zur Aufklärung und Sensibilisierung, mit dem Ziel, Empathie zu fördern und den gesellschaftlichen Umgang mit sogenannten „unbeliebten“ Tieren neu zu denken.